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Arunachal

Arunachal (früher auch „Upper Assam“) ist ein Teedistrikt im Norden von Assam (Indien).
Die aus dieser hügeligen Region stammenden Tees waren früher unter „Upper Assam Tea“ bekannt.
Sie unterscheiden sich mit den klassischen Assamtees durch ihren milden Geschmack. Hab aber dennoch ein deutlich malzig-karamellartiges Aroma wie die anderen Assamtees.

Ambootia

Ambootia ist ein zw. 1860-1864 gegründeter Teegarten in Darjeeling (Indien).

Ayurvedischer Tee

Ayurveda bezeichnet die ca. 3.500 Jahre alte Heilkunde aus Indien – von „Ayus“ – „Zusammenhalt“ und „Veda“ – „Wissen“.

Die ayurvedische Heilkunde baut auf den Grundgedanken der Einheit von Körper, Geist, Seele und Umwelt auf. Ist diese Einheit gestört, entsteht ein Ungleichgewicht und Krankheit.
Brahm Atma Singh kreierte ayurvedische Tees, deren Inhaltsstoffe ausgewogen sind, wodurch sie eine Energieregulation im Körper bewirken..

Der klassische ayurvedische Tee besteht aus einer Gewürzmischung mit Zimt, Kardamom, Ingwer, Nelken und schwarzem Pfeffer. Als Varianten werden weitere Zutaten wie Zichorienwurzel, Anis, Koriander oder Kakao ergänzt.

Zubereitung von ayurvedischem Tee:
Ayurvedischer Tee wird lose in ein Behältnis mit kochendem Wasser gegeben. Diese Mischung und Wasser wird 15 bis 20 Minuten köcheln gelassen.
Nach weiteren 10 bis 15 Minuten Ziehzeit wird der Tee abgeseiht und mit Milch und Honig serviert.

Autumnal

Autumnal (engl. Autmn: Herbst) bezeichnet den Tee aus der Herbstpflückung (von Oktober bis Anfang Dezember) in Assam oder Darjeeling. Es handelt sich dabei zumeist um Massenkonsumsorten minderer Qualität. Er besitzt ein vollmundiges Aroma, aber weniger Gerbstoffe, als First Flush und Second Flushtees.

Ausbeute

Als groben Richtwert lässt sich sagen, dass ca. 23 Kilogramm Tee aus 100 Kilogramm frischen Teeblättern gewonnen werden können.

Auktion

In den meisten Tee-Erzeugerländern finden regelmäßig Tee-Auktionen statt. So etwa in Kalkutta für nordindischen Tee, in Cochin für südindischen Tee, in Colombo für Ceylon-Tee, in Jakarta für indonesischen Tee oder in Nairobi für ostafrikanischen Tee. In Europa finden Teeauktionen in London, Amsterdam und Antwerpen statt.

Auf den Teeauktionen wird von Teemaklern der Tee-Einkauf im Auftrag der Importeure durchgeführt.

Aufgussbeutel

siehe Teebeutel

Aufguss

Schwarztee wird nur einmalig aufgegossen, wohingegen grüne Tees ohne Probleme bis zu viermal mit heißem Wasser aufgegossen werden können. Insbesondere in Japan und China werden stets mehrere Aufgüsse getrunken.

Im ersten Aufguss findet sich das meiste Koffein, im zweiten Aufguss sind dagegen mehr Gerbstoffe enthalten, wodurch der Tee dann eine mehr beruhigende Wirkung und einen milderen Geschmack hat.

Bei mehreren Aufgüssen sagt man:
„Der erste Aufguss ist für den Geschmack,
der zweite Aufguss ist für den Genuß,
der dritte Aufguss ist für das Auge,
der vierte Aufguss ist für die Entspannung.“

Für die Aufgüsse eignen sich insbesondere Porzellanschalen, dabei wird ein besonders gleichmäßiges Aroma erreicht, wenn die Tassen erst nur zur Hälfte gefüllt und danach aufgefüllt werden.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind natürliche Bestandteile im Tee, welche diesem einen spezifischen Duft und ein spezielles Aroma geben.

Häufig sind sie im erkalteten Tee als Oberflächenfilm sichtbar, was allerdings keine Qualitätsminderung bedeutet.

Assamica

siehe Camilla assamica

Assam Tea Company

Zu Beginn des Teeanbaus in Indien war Tee ein Luxusgetränk für die Oberschicht.
1840 wurde Assam Tea Company gegründet und infolge dessen stieg die Teeproduktion von 183 Tonnen (1853) auf 281.000 Tonnen (1947) und bis auf heutzutage 319.000 Tonnen. Dies macht nun 2/3 der Gesamtteeproduktion Indiens aus.

Assam-Hybride

Grundlage für die meisten heutigen Teekulturen bildet eine Kreuzung der beiden Tee-Urpflanzen „thea assamica“ und „thea sinensis“.

Dies ist eine besonders robuste und widerstandsfähige Kreuzung zwischen China- und Assam-Teepflanze. Die Blätter sind schmaler als die von Assam- und breiter als die von China-Teesträuchern.

Aufgrund der besonders ertragreichen Assamernte wird der Anteil vom Assamtee in der Kreuzung immer etwas größer gehalten.

Aromatisierter Tee

Bereits vor über 800 Jahren wurde im alten China Tee aromatisiert, indem dem Tee Gewürze zugefügt wurden.

Erst ca. 1830 wurde der aromatisierte Tee auch in Europa bekannt. Der damalige britische Außenminister Earl Grey brachte von einer Chinareise eine Rezeptur mit, bei welcher Teeblätter mit dem Öl der Bergamottefrucht beträufelt werden. Diese Komposition wurde zunächst ein den englischen Adelskreisen sehr beliebt und verbreitete sich danach in ganz Europa. Es wurden immer neue Geschmacksrichtungen für grünen und auch für schwarzen Tee entwickelt - weit über 100 verschiedenen aromatisierten Grün- und Schwarztees sind heutzutage zu kaufen.

Bspw. werden dem Tee Rosen- und Jasmin- oder Minzeblätter, oder aber auch Gewürze und Fruchtstücke wie etwa Bergamotte-Öl, Ingwer oder Vanille beigemischt. Ebenfalls bekannt der Rauchtee.

Ein guter aromatisierter Tee ist daran zu erkennen, dass der individuelle Charakter des Tees nicht erdrückt, sondern harmonisch ergänzt wird.

Aroma

In einem Aroma sind viele einzelne Aromastoffe enthalten, welche dem Lebensmittel erst seinen Geruch bzw. Geschmack verleihen.

Diese Aromastoffe sind entweder bereits natürlicherweise vorhanden oder aber sie werden zugefügt. Es wird zwischen natürlichen, naturidentischen und künstlichen Aromastoffen unterschieden. Allerdings werden die künstlichen Aromastoffe nicht zur Aromatisierung von Tees verwendet.

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