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Eastern Ghats

Die Eastern Ghats sind eine Bergkette in dem indischen Bundesstaat Orissa. In den Eastern Ghats wird seit mehreren Jahrzehnten Tee angebaut.
siehe auch Orissa

EIC

EIC ist die Abkürzung für East India Company.

Estates

Estates ist ein gebräuchlicher Terminus für die Teefelder, auch „Teegärten“ genannt.

Ertragsmenge

Die Ertragsmenge unterscheidet sich je nach Sorte: Bei einer ertragsreichen Sorte wie Dooars erhält man circa 1700 kg pro Hektar, während man bei Terai nur mit 1460 kg rechnen darf und bei Darjeeling sogar lediglich mit 650 kg pro Hektar. Menge und Qualität verhalten sich umgekehrt proportional zueinander: Je älter die Pflanzung, desto weniger Ertrag wirft sie bei steigender Qualität (bis zum 20. Jahr) ab. Außerdem braucht es vier Jahre, bis sich eine Neupflanzung wirtschaftlich rechnet.

Erster Aufguss

siehe Aufguß

Ernte

Es wird zwischen zwei verschiedenen Ernteverfahren unterschieden.
Bei der Ernte gewöhnlicher Tees begnügt man sich mit der sogenannten „Grobpflückung“ (coarse plucking): Zusätzlich zur Knospe werden bis zu fünf Blätter mitgeerntet.
Bei der „Feinpflückung“ (fine plucking) dagegen beschränkt man sich auf die wertvolle Knospe und die ersten beiden Blätter.
Beide Verfahren werden in der Erntezeit alle 10 bis 14 Tage wiederholt, da Knospe und Blätter in dieser Zeit nachwachsen.

Die Feinpflückung ist nur den weltbesten Tees vorbehalten und erinnert damit an die jahrtausendealte Tradition der „kaiserlichen Pflückung“ in den „heiligen Gärten“ Chinas: Bei dieser beschränkt man sich auf die Ernte der Knospe und des ersten Blattes oder – wie im Fall des Yin Zhen („Silbernadeln“), einer kostbaren weißen Teesorte – auf die Ernte der Knospe allein. Dieser wertvolle Tee wird überdies nur einmal im Jahr an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gepflückt – vorausgesetzt, es ist nicht windig und es gibt keinen Regen. Man nennt sie die „kaiserliche“ Pflückung, weil früher der Kaiser allein in den Genuss dieses reinsten aller Tees kommen durfte: Um seine Unbeflecktheit zu garantieren, durften diesen Tee nur behandschuhte Jungfrauen mit Hilfe von goldenen Werkzeugen ernten.

Englische Tasse

Eine typische englische Tasse schwarzen Tees: Man füllt in eine vorgewärmte Tasse etwa ein Fünftel Milch, dann mit schwarzen Tee aufgießen und süßen.

English Breakfast

English Breakfast bezeichnet eine englische Schwarzteemischung, die hauptsächlich aus Assam- und Cylon-Tee besteht. Seit jeher favorisieren die Engländer starke schwarze Teesorten, die sie früher in ihren Kolonien anbauten.

English Blend

English Blend bezeichnet eine englische Teemischung, bestehend aus Darjeeling- Assam- und Ceylon-Tees.

England

England ist neben Irland und China einer der größten Teeverbraucher (Platz 3). Pro Kopf wird jährlich 3,5 kg Tee konsumiert. Angeblich werden täglich 170 Millionen Tassen Tee getrunken. Teetrinken ist Bestandteil der typisch britischen Lebensart, woraus ein regelrechtes Ritual geworden ist, insbesondere bei der nachmittäglichen Tea Time. Kaffeetrinken ist hingegen unpopulär. Ab 1610 kam erstmals das britische Nationalgetränk ins Land allerdings noch durch die Holländer. So entstand bereits im 17. Jahrhundert die britische Teekultur.
Die Engländer bevorzugen überwiegend kräftige Teesorten, mehr CTC als orthodoxe Sorten. Allerdings findet man hier eher minderwertige Tees und keine hochwertigen wie man sie beispielsweise in Deutschland findet.
Es lohnt sich dennoch in England einen echten Cream Tea in einem richtigen Tearoom zu kosten.

Elevenses

Elevenses (engl.) bedeutet ,zweites Frühstück' oder ,Teepause', das in England gegen elf Uhr eingenommen wird.

Eistee

Der Eistee ist nicht einfach nur ein gekühlter Tee, sondern wird zwei- bis dreimal so stark zubereitet und noch warm über Eiswürfel gegossen. Durch die schnelle Abkühlung bleibt der Tee schmackhaft und wird nicht bitter, was bei langsam abgekühltem Tee der Fall wäre.
1904 stellte der englische Kaufmann Richard Blechynden auf der Weltausstellung In St. Louis eher zufällig erstmals seinen Eistee vor. Denn eigentlich wollte er den bis dahin eher unpopulären schwarzen Tee aus Indien anbieten, doch die Leute wollten wegen der Sommerhitze keine Heißgetränke zu sich nehmen. Daraufhin schüttete Blechynden ganz frustriert den heißen Tee über Eiswürfel und erfand somit den Eistee, der fortan als amerikanisches Nationalgetränk gilt.

Der traditionelle Eistee wird aus schwarzem Tee zubereitet mit Zitronensaft und Zucker. Vor allem in den Südstaaten ist der ,Iced Tea’ sehr beliebt. Dort trinkt man ihn entweder sehr süß (sweetened) oder ungesüßt (unsweetened).

Inzwischen gibt es die verschiedensten Eistee-Variationen. Man kann ihn aus schwarzen Tee, grünen Tee, Früchte- oder Kräutertee oder kombinierten Teesorten mit und ohne Fruchtsäften herstellen. Die industriell gefertigten Eistees sind meist sehr stark gezuckert.
Auf Grund des hohen Zucker- und Zitronensäuregehaltes können bei übermäßigem Konsum die Mineralstoffe der Zähne herausgespült werden, was zu schweren Zahnschäden führt. Insbesondere Kleinkinder sind gefährdet, da die Milchzähne sehr empfindlich reagieren.

Eibischtee

Der Eibischtee wird aus der Wurzel des Echten Eibischs (lat. Althaea officinalis) gewonnen. Der Eibisch gehört zur Familie der Malvengewächse (lat. Malvaceae). Althaea stammt aus dem grie. altho und bedeutet ,heilen’, das grie. Malakos für Malve bedeutet ,weich’ und ,beruhigend’. Bereits seit der Antike galt der Eibischtee als ein Heilkräutertee. Man verwendet ihn bei Heiserkeit, Reizhusten, Halsschmerzen, Rachenkatarrhen, und Magen-Darm Beschwerden. Die enthaltene Arzneidroge ,Radix Althaea’ wirkt reizlindernd.
Man findet den Echten Eibisch nur noch vereinzelt an der Ostsee und an feuchten Wiesen, denn er benötigt einen sonnigen und humusreichen Platz. Heimisch ist er hingegen am Kaspischen und Schwarzen Meer und im östlichen Mittelmeerraum. Angebaut wird er vorwiegend in osteuropäischen Ländern und in Belgien. Der Echte Eibisch ist eine behaarte Staudenpflanze, die bis zu einem Meter hoch wird und ihre Blütezeit von Juni bis August reicht.

Für den Heiltee verwendet man hierbei nur die jungen Wurzeln der Pflanze, die man im Herbst ausgräbt und anschließend trocknen lässt. Man sollte darauf achten, dass man die gut getrockneten Wurzeln luftdicht verschließt, da sie sonst sehr schnell schimmeln.
Um einen Eibischtee zuzubereiten nimmt man vier gehäufte Teelöffel geschnittene Eibischwurzeln und gießt sie mit einem viertel Liter kaltem Wasser auf. Man lässt den Sud zwei Stunden ziehen und rührt gelegentlich um, dann durchsieben. Der Tee wird leicht erwärmt abends getrunken. Ein Zusatz von Kümmel erhöht die magenlindernde Wirkung.

Ei

siehe Tee-Ei

EGCG

EGCG ist die Abkürzung für Epigallocatechingallat, ein Catechin (Untergruppe der Polyphenole) ist ein Gerbstoff. EGCG ist ein bioaktiver Gerbstoff, den man im Tee vorfindet, insbesondere bei grünen Tee macht er ein Drittel der Trockenmasse aus. Bei schwarzen Teesorten ist auf Grund der Fermentation der Anteil der Catechine geringer, sie reagieren zu oligomeren Theaflavinen.

In den 80er Jahren entdeckte man bei Testversuchen mit Mäusen die krebshemmende (antimutagene/antioxidative) Wirkung des EGCG. Auch in der aktuellen Forschung wird eine antikarzinogene Wirkung des EGCGs vermutet. EGCG hemmt die Aktivität eiweißspaltender Enzyme, so dass Zellveränderungen gestoppt werden.

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