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Arnikatee

Arnika ist ein Heilkräutertee, welcher bei Entzündungen empfohlen wird. Umschläge mit dem Aufguss verschaffen Linderung bei Prellungen und Verstauchungen.

Anhwei

Anhwei ist eine chinesische Provinz am Unterlauf des Jang-Tse-Kjang, auch das Keemun Gebiet zählt dazu.

Klimatisch liegt Anhui im Grenzbereich zwischen gemäßigtem und subtropischem Klima.

Anbaubedingungen

Die Teepflanze ist bezüglich ihres Umfeldes. Nur unter optimalen klimatischen Bedingungen und gut drainierten, durchlässigen und sauren Böden entsteht hochwertige aromatische Erträge.

Klimatisch ist ein „Kamelienklima“ ideal, mit durchschnittlichen Jahrestemperaturen von mindesteins 18 Grad Celius und vier Stunden täglicher Sonnenscheindauer. Dazu mindestens 1600 Liter Niederschläge und mindestens 700 Metern Höhe.
Die besten Sorten wachsen in über 2000 Metern Höhe.

Diese Bedingungen sind nur in ein paar ausgewählten traditionellen Anbaugebieten zu finden.

Anamalai

Anamalai ist ein Teedistrikt an den Hängen des höchsten Berges Südindiens.

Die Region ist auch als Elefantenberg bekannt. An diesem für die Inder heiligen Ort leben Elefanten, die als Reinkarnationen der Hindu-Gottheit Ganesh angesehen werden. Heute ist der Elefantenberg als Naturschutzgebiet ausgewiesen und bietet mit seinen 958 Quadratkilometern nicht nur genügend Raum für Wildelefanten, sondern auch für zahlreiche weitere vom Aussterben bedrohte Tiere wie Tiger, Lippenbären, Bartaffen und Hornvögel.

Aloe Vera

Aloen gehören botanisch zur Familie der Affodillgewächse (Asphodelaceae).

Aloe vera ist eine seit Jahrtausenden bekannte Heilpflanze, die sowohl äußerlich zur Pflege der Haut, bei Abszessen, Wunden und Verbrennungen - aber auch innerlich angewendet wird. Die in ihr enthaltenen über 200 Vitalstoffe stärken unter anderem die Abwehrkräfte, unterstützen die Verdauung und wirken beruhigend auf den Magen.

Ursprünglich wächst Aloe vera auf den Kanarischen Inseln, wird aber auch in anderen Trockengebieten auf den Balearen, Europa, Afrika und Amerika angebaut. Sie benötigt trockene Böden und ist sehr frostempfindlich.

Afrikanische Malve

siehe Hibiskusblütentee

Afrika

Afrika hat noch eine recht junge Geschichte in Bezug auf den Teeanbau - erst 1957 fand in Nairobi die erste Teeauktion statt.

Erstmalig kam der Tee Ende des 19. Jahrhunterts durch die Engländer zunächst nach Südafrika, die sich dort eine neue Bezugsquelle aufbauen wollten. Dies übernahmen dann die deutschen Kolonialmächte und brachten den Tee bis an den Mount Cameroun und Tansania.
Die heutigen Teeanbaugebiete Afrikas - etwa in Burundi, Kamerun, Kenia, Malawi, Mozambique, Ruanda, Tansania, Uganda und Zimbabwe – entwickelten sich im Laufe des 20. Jahrhunterts. Dort werden allerdings fast nur Standard-CTC-Tees produziert. Gartentees werden im Hochland Kenia's angebaut.

Zahlreiche Entwicklungshilfeprogramme unterstützen den Anbau auf kleinbäuerlichen Plantagen aus beschäftigungspolitischen Gründen, wodurch die Hälfte der Gesamternte von diesen Anbauflächen stammt.

Heutzutage kommt ca. 15% der Welt-Teeproduktion aus Afrika - allein aus Kenia kommen ca. 2/3 dieser Menge.
Afrikanische Sorten sind in Deutschland kaum zu finden sind, da die Produktion auf den englischen Markt abgestimmt ist. Dieser konsumiert überwiegend einfache bis mittlere CTCs verschiedenster Gradierungen, welche zum Großteil in Afrika produziert werden.
In den ertragreichsten Teegärten Afrikas – in Kenia – gedeihen Hochlandtees welche auch eine hervorragende Qualität erreichen können. Diese werden aber nicht mehr traditionell hergestellt.

Diese – rund 100 Teegärten – in Kenias Hochland wurden einst von den Briten angelegt und produzieren zusammen ca. 145.000 Tonnen Tee jährlich.
Zumeist werden die afrikanischen Tees als Broken-Tees oder Fannings hergestellt, in der Regel nach der CTC-Methode und sind somit gut für Beuteltees geeignet.

Die Teegärten in den meisten übrigen Teeanbauländern wurden von den Portugiesen angelegt. In Tansania und Kamerun gehen die Teegärten auf die deutschen Kolonialherren zurück.
Ferner werden in der Republik Südafrika kleinere Mengen Tee angebaut.
Der in Europa und den USA sehr beliebte Rooibushtee stammt aus Südafrika.

Afternoon

Afternoon bezeichnet eine traditionelle britische Teemischung für den frühen Nachmittag. Der Afternoon Tee ist in England zu einem wichtiger Teil des britischen Lebensstils geworden – unter anderem soll er die lange Zeit bis zum Abendessen verkürzen.
In der Teemischung werden zumeist Ceylon- oder Assam-Tees des Grades Flowery Orange Pekoe verwendet, welche in der Regel auch leichter und heller als die kräftigen Frühstückstees sind.

Ägypten

In Ägypten – ebenso wie in der restlichen arabischen Welt – ist Tee ein wichtiger Teil des Alltags.
In Ägypten werden insbesondere roter Hibiskustee (Karkadeh), Malve-Tee sowie ein Schwarztee mit Nanah-Minze konsumiert.
Jährlich werden ca. 80.000 Tonnen Tee konsumiert, was durchschnittlich 12 Gläser pro Person sind.
In früheren Jahren kam der Großteil des konsumierten Tees aus Cylon, heutzutage aber nur noch ca. 10%. Der restliche Teil stammt überwiegend aus Kenia.

Agua de Jamaica

siehe Hibiskusblütentee

Argentinien

In Argentinien wächst der Mate-Tee, das Nationalgetränk zahlreicher Länder Südamerikas, welcher seit Ende des 19. Jahrhunderts dort auch in Kultur angebaut wird.

Seit Mitte der 1950er Jahre wird ebenso schwarzer Tee in größerem Stil angebaut. Diese Teeplantagen produzieren überwiegend Tees von unterer bis mittlerer Qualität. Dies kommt vor allem daher, dass überwiegend Pflückmaschinen eingesetzt werden um Lohnkosten einzusparen.

Anis

Anis (Pimpinella anisum) ist eine Gewürz- und Heilpflanze in der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Die äußerlich graugrünen, feingerippten Anisfrüchte haben einen süßlichen Geschmack und stammen ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeergebiet.
Heutzutage wird Anis weltweit in Gebieten mit gemäßigtem Klima angebaut – das Hauptanbaugebiet ist Südrussland.

Hauptbestandteil der Anisfrüchte ist mit 90% das ätherische Öl Anethol.

Dieses hat neben einem guten Geschmack zahlreiche Wirkungen. Es wirkt antibakteriell und gegen Krämpfe und Blähungen, regt die Drüsen des Magen-Darm-Traktes an und löst Schleim.

Assam

Assam ist ein indischer Bundesstaat mit einer Fläche von 78.438 km² und ca. 27 Mio. Einwohnern. Hauptstadt und Regierungssitz ist Dispur.
Assam ist eine Hochebene zu beiden Seiten des Brahmaputra und das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt. Dort wird – nur 200km östlich von Darjeeling – seit 1823 der ursprünglich bis zu 20m hohe Assam-Teebaum kultiviert.
Die Entdeckung von Assam geht auf den englischen Offizier Robert C.A. Bruce zurück.

Heutzutage sind die sog. Pflücktische aber auf einen Meter hohe zurückgeschnitten und die großen Teebäume dienen nur noch als Schattenspender.

Assam-Tee sind zumeist kräftig und würzig. Häufig werden sie daher leichteren Teesorten gemischt (beispielsweise ostfriesische oder englische Mischungen).
Durch ideale klimatische Bedingungen werden in den 2.000 Teegärten von Assam ca. 15% der Weltproduktion erzeugt.

Es gibt verschiedene Ernteperioden. Während der ersten Ernte im Februar wird der Assam First Flush geerntet. Dieser schmeckt duftig, frisch, blumig und etwas würziger als Darjeeling First Flush und hat eine helle, goldgelbe Tassenfarbe. Bei der zweiten, sog. Second-Flush-Ernte von Ende Mai bis Ende Juni werden die besten und hochwertigsten Assamtees geerntet.
Diese Tees schmecken kräftig, würzig, malzig, bei kupferroter bis dunkelbrauner Tassenfarbe.
Sehr ertragreicher sind die Pflückungen in der Regenzeit von ca. Juli bis Oktober, allerdings lässt die Qualität dann stark nach, die Tees verlieren immer mehr ihr würziges, malziges Aroma und ihre Kraft.

Assamtees sind gegen hartes Wasser unempfindlich und werden zumeist mit weißem Kandis, den ostfriesischen Kluntje, mit Milch oder Sahne getrunken.

Agarapatana

Agarapatana ist eine Teelage im Teedistrikt Dimbula auf Ceylon (Sri Lanka). In dieser Region gedeiht ein Ceylon-Tee der Spitzenklasse, da die Teepflanze dort ideale Anbaubedingungen findet.

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