Afrika

Afrika hat noch eine recht junge Geschichte in Bezug auf den Teeanbau - erst 1957 fand in Nairobi die erste Teeauktion statt.

Erstmalig kam der Tee Ende des 19. Jahrhunterts durch die Engländer zunächst nach Südafrika, die sich dort eine neue Bezugsquelle aufbauen wollten. Dies übernahmen dann die deutschen Kolonialmächte und brachten den Tee bis an den Mount Cameroun und Tansania.
Die heutigen Teeanbaugebiete Afrikas - etwa in Burundi, Kamerun, Kenia, Malawi, Mozambique, Ruanda, Tansania, Uganda und Zimbabwe – entwickelten sich im Laufe des 20. Jahrhunterts. Dort werden allerdings fast nur Standard-CTC-Tees produziert. Gartentees werden im Hochland Kenia's angebaut.

Zahlreiche Entwicklungshilfeprogramme unterstützen den Anbau auf kleinbäuerlichen Plantagen aus beschäftigungspolitischen Gründen, wodurch die Hälfte der Gesamternte von diesen Anbauflächen stammt.

Heutzutage kommt ca. 15% der Welt-Teeproduktion aus Afrika - allein aus Kenia kommen ca. 2/3 dieser Menge.
Afrikanische Sorten sind in Deutschland kaum zu finden sind, da die Produktion auf den englischen Markt abgestimmt ist. Dieser konsumiert überwiegend einfache bis mittlere CTCs verschiedenster Gradierungen, welche zum Großteil in Afrika produziert werden.
In den ertragreichsten Teegärten Afrikas – in Kenia – gedeihen Hochlandtees welche auch eine hervorragende Qualität erreichen können. Diese werden aber nicht mehr traditionell hergestellt.

Diese – rund 100 Teegärten – in Kenias Hochland wurden einst von den Briten angelegt und produzieren zusammen ca. 145.000 Tonnen Tee jährlich.
Zumeist werden die afrikanischen Tees als Broken-Tees oder Fannings hergestellt, in der Regel nach der CTC-Methode und sind somit gut für Beuteltees geeignet.

Die Teegärten in den meisten übrigen Teeanbauländern wurden von den Portugiesen angelegt. In Tansania und Kamerun gehen die Teegärten auf die deutschen Kolonialherren zurück.
Ferner werden in der Republik Südafrika kleinere Mengen Tee angebaut.
Der in Europa und den USA sehr beliebte Rooibushtee stammt aus Südafrika.