Ceylon

Die ehemalige britische Kolonie Ceylon - welches heute Sri Lanka heißt, ist die bedeutendste Teeinsel sowie das zweitgrößte Teeanbaugebiet der Welt (nach Indien).
Trotz des neuen Namens der Insel, hat der Tee den alten Namen Ceylon behalten.
Heutzutage werden auf rund 221.000 Hektar Anbaufläche rund 9 Prozent der Weltproduktion geerntet. Dies waren in 2006 310.822 Tonnen. Die Teeproduktion ist fast ausschließlich für den Export bestimmt. Ceylon hat damit einen Anteil am Weltexport von ca. 19%. 13,43% oder ca. 6000 Tonnen davon gehen nach Deutschland.

Bis 1867 wurde auf Ceylon fast ausschließlich Kaffee angebaut. Der Kaffeestrauch wurde aber durch die Kaffeeratte sowie durch einen Rostpilz-Befall fast vollständig ausgerottet. Der Schotte James Taylor begann daraufhin mit dem intensiven Teeanbau auf Ceylon.
Die besten Teeplantagen finden sich im zentralen Hochland zwischen 1000 und 2000 Metern Höhe.

Auf Ceylon herrscht ein mildes, subtropisches Klima.
Die Teeanbaugebiete sind in drei Höhenkategorien unterteilt:
„Lowgrowns“ – Teegebiete unter 650 Meter
„Mediums“ – Teegebiete zwischen 650 und 1300 Meter
„Highgrowns“ – Teegebiete von 1300 bis 2500 Meter

Der Ceylon-Tee stammt aus sechs verschiedenen Teeanbaugebieten.
Um den Adams Peak (einen der höchsten Berge) sind die drei großen Teedistrikte im zentralen Hochland: Uva im Osten, Dimbula im Westen und Nuwara-Eliya zwischen diesen. Weitere Teedistrikte sind der Kandy- und der Galle-Distrikt.

Kennzeichen des Ceylon-Tees ist der frisch-herbe und aromatische Duft. Die Tasse ist sehr kupferfarben, der Geschmack variiert ja nach Region.
Ceylon-Tees eignen sich sehr gut für Teemischungen und sind auch für hartes Wasser geeignet.