Eibischtee

Der Eibischtee wird aus der Wurzel des Echten Eibischs (lat. Althaea officinalis) gewonnen. Der Eibisch gehört zur Familie der Malvengewächse (lat. Malvaceae). Althaea stammt aus dem grie. altho und bedeutet ,heilen’, das grie. Malakos für Malve bedeutet ,weich’ und ,beruhigend’. Bereits seit der Antike galt der Eibischtee als ein Heilkräutertee. Man verwendet ihn bei Heiserkeit, Reizhusten, Halsschmerzen, Rachenkatarrhen, und Magen-Darm Beschwerden. Die enthaltene Arzneidroge ,Radix Althaea’ wirkt reizlindernd.
Man findet den Echten Eibisch nur noch vereinzelt an der Ostsee und an feuchten Wiesen, denn er benötigt einen sonnigen und humusreichen Platz. Heimisch ist er hingegen am Kaspischen und Schwarzen Meer und im östlichen Mittelmeerraum. Angebaut wird er vorwiegend in osteuropäischen Ländern und in Belgien. Der Echte Eibisch ist eine behaarte Staudenpflanze, die bis zu einem Meter hoch wird und ihre Blütezeit von Juni bis August reicht.

Für den Heiltee verwendet man hierbei nur die jungen Wurzeln der Pflanze, die man im Herbst ausgräbt und anschließend trocknen lässt. Man sollte darauf achten, dass man die gut getrockneten Wurzeln luftdicht verschließt, da sie sonst sehr schnell schimmeln.
Um einen Eibischtee zuzubereiten nimmt man vier gehäufte Teelöffel geschnittene Eibischwurzeln und gießt sie mit einem viertel Liter kaltem Wasser auf. Man lässt den Sud zwei Stunden ziehen und rührt gelegentlich um, dann durchsieben. Der Tee wird leicht erwärmt abends getrunken. Ein Zusatz von Kümmel erhöht die magenlindernde Wirkung.