Gong Fu Cha

Gong Fu Cha bezeichnet die chinesische Teezeremonie, welche zu Zeiten der Ming-Dynastie in der Provinz Fujian in Südchina entstand. Entgegen der strengen japanischen Teezeremonie, ist diese eine eher ungezwungenere Tradition, bei der sich die Teilnehmer entspannen und an der Schönheit der verwendeten Teeutensilien erfreuen.
Die Teezeremonie erfolgt nach folgendem Muster:
Der Teemeister füllt das Teekännchen zum Erwärmen mit heißem Wasser und übergießt es auch von außen über den aufgesetzten Deckel mit heißem Wasser. Anschließend wird mit dem Wasser aus den Kännchen die Teeschalen erwärmt.
Danach wird das Teekännchen zu 1/3 mit Teeblättern gefüllt und mit heißem Wasser übergossen und anschließend wieder heißes Wasser von außen über den erneut Deckel laufen gelassen. Dadurch wird der Tee gewaschen und die Blattporen öffnen sich.
Dieser erste Aufguss wird zwar in die Schälchen gefüllt, aber nur um den Tee zu duften, nicht um ihn zu trinken.
Nun wird das Kännchen erneut mit Wasser gefüllt, der Tee ca. 30 Sekunden lang ziehen gelassen und füllt jedes Teeschälchen ein wenig mit Tee. Danach wird Wasser in die Teekanne nachgefüllt, der Tee erneut – etwas länger – ziehen gelassen und erneut ein wenig in jedes Teeschälchen gefüllt. Dieses Prozedere wird 10-15 Mal wiederholt.