Lu Yu

Lu Yu war ein chinesischer Philosoph, welcher von 740-804 n. Chr. in der Blütezeit der Tang-Dynastie lebte.
Lu Yu wird häufig als „Teeheiliger“ bezeichnet und begründete die chinesische Teekultur. Lu Yu, welcher sich bereits in jungen Jahren mit Tee und dem Teeanbau beschäftigte verfaßte als Ergebnis seiner Studien das Buch „Cha Jing“ (Buch über den Tee), welches sich mit Tee im allgemeinen sowie mit der Teekultur in der Tang-Dynastie beschäftigte.

Er gliederte das Buch in zehn Kapitel:
Kapitel 1: Die Bodenbeschaffenheit und das Klima für den Teeanbau, sowie die Eigenschaften und Wirkungen von Tee
Kapitel 2: Geräte für die Teebearbeitung
Kapitel 3: Arbeitsschritte während der Teebearbeitung;
Kapitel 4: Geräte für das Teekochen und Teegeschirre;
Kapitel 5: Der Prozess und die Technik des Teekochens;
Kapitel 6: Verschiedene Trinkmethoden und deren Bewertungskriterien;
Kapitel 7: Historische Aufzeichnungen über die Teekultur in China
Kapitel 8: Verschiedene Produktionsorte und die Tee-Qualitäten
Kapitel 9: Die Teegeschirre für unterschiedliche Anlässe
Kapitel 10: Teebilder, welche Kenntnisse über den Tee vermitteln

Lu Yu verband in seinem Werk die konfuzianische Lehre der Harmonie, das buddhistische Streben nach Wahrheit und die taoistische Lehre des harmonischen Zusammenspiels von Natur und Mensch mit dem Teetrinken.
Daraus entstand erst die Ästhetik und Atmosphäre de Teetrinkens, welches somit auch den Geist ansprach.
Lu Yu's Werk wurde später zahlreich ergänzt:
Von Su Yi (Shi Liu Tang Pin – Die sechzehn Säfte), von Zhang Youxin (Jian Cha Shui Ji – Wasser für das Teekochen) sowie von Liu Zhenliang.