Nepal

In Nepal werden auf einer Gesamtfläche von 10.000 Hektar jährlich ca. 12.000 Tonnen Grüntee und Schwarztee geerntet.
Lediglich ca. 1600 Tonnen werden davon noch traditionell hergestellt, der Großteil des Tees wird nach der modernen CTC-Methode verarbeitet und im Inland verbraucht.
Der Teeanbau kam in der Mitte des 19. Jahrhunderts nach Nepal. Dazu gibt es zwei unterschiedliche Legenden:
In der einen bekommt der Premierminister von Nepal – Junga Bahadur Rana – in der Mitte des 19. Jahrhunderts vom chinesischen Kaiser Mu Tsung ein Päckchen Teesamen geschenkt. Als er wieder in Nepal zurück ist beauftragt er Oberst Gajaraj Sing Thapa – den Generalgouverneur der Ostprovinzen – mit dem Teeanbau und der Anlage eines Teegartens.
In der anderen Variante der Geschichte wurde der Oberst auf Reisen durch das nahegelegene Darjeeling vom Teeanbau begeistert und gründete danach den ersten Teegarten in der Provinz Ilam.
Dort nahm der Teeanbau in Nepal auf jeden Fall seinen Anfang. 1873 wurde die erste Teefabrik gegründet, welche auch heute noch existiert.

Im Laufe der Jahre wurden weitere Teegärten in den Provinzen Panchthar, Terhatum und Dhankuta angelegt – welche in ca. 1100 bis 2250 Metern Höhe liegen.
In Jhapa befindet sich in weiteres Teeanbaugebiet, welches allerdings schon im Gebirgsvorland liegt.

Diese fünf o.g. Provinzen wurden 1985 zur „Teezone“ zusammengefaßt und bekommen staatliche Unterstützung.

Der in Nepal produzierte Tee ähnelt in Aussehen und Geschmack dem Tee aus Darjeeling. Die hohe Qualität wird nicht zuletzt durch unbelastete Böden und beste klimatische Bedingungen gefördert.
Im Laufe der Jahre hat sich der Nepalhochlandtee zu einer eigenen Qualitätsmarke entwickelt.