Teezitate aus Asien

Tee
zarte Knospen
duftende Blätter
Gefährte der Poeten
Heißgeliebter der Einsiedler
Geschirr aus milchweißer Jade
Serviette aus rotem Sarsenett
tief bernsteinfarbendes Gebräu
Befreiung von pedantischem Formalismus
vertreibt den berauschenden Dunst des Weines
des Abends paßt er gut zu schimmerndem Mondschein,
in der Morgendämmerung zum karmesinroten Wolkenhimmel überbrückt die Kluft zwischen uns und den Generationen von einst
Pagodengedicht von Yüan Wei-Chih (chin. Dichter in der Tang-Dynastie)


Der Tee weckt den guten Geist und die weisen Gedanken.
Er erfrischt Deinen Körper und beruhigt Dein Gemüt.
Bist Du niedergeschlagen, so wird Tee Dich ermutigen.
Shen Nung (chinesischer Kaiser, 2737-2697 v.Chr.)


Man trinkt den Tee, um den Lärm der Welt zu vergessen.
T'ien Yiheng, chinesischer Gelehrter


Tee erleuchtet den Verstand, schärft die Sinne,
verleiht Leichtigkeit und Energie,
und vertreibt Langeweile und Verdruß.
chinesisches Weisheit


Ein Mord mag verziehen werden, eine Unhöflichkeit beim Tee nie.
chinesisches Sprichwort


Tee ist besser als Wein, denn man trinkt ihn ohne Rausch.
Tschung Mung (560 n. Chr.)


Der Tee weckt den guten Geist und die weisen Gedanken.
Er erfrischt deinen Körper und beruhigt dein Gemüt.
Bist du niedergeschlagen, so wird Tee dich ermutigen.
Shen Nung, (um 2.800 v. Chr.), chinesischer Kaiser


Bitterer Tee, mit Wohlwollen dargeboten,
schmeckt süßer als Tee, den man mit saurer Miene reicht. -
chinesisches Sprichwort


Ein heißes Bad erfrischt den Körper, ein heißer Tee den Geist."
japanisches Sprichwort


Hoffnung ist wie der Zucker im Tee:
Auch wenn sie klein ist, versüßt sie alles.
chinesisches Sprichwort


Man trinkt Tee damit man den Lärm der Welt vergisst.
Tien Yi Heng


Dieses Getraenk ist Tau, der leicht und lind vom Himmel faellt. Ihr nennt es Tee!
(anonym, Sung-Dynastie)


Es gibt drei höchst bedauernswerte Dinge auf der Welt:
Das Verderben bester Jugend durch falsche Erziehung
Die Entwürdigung guter Gemälde durch pöbelhaftes Begaffen
Die restlose Vergeudung guten Tees durch unsachgemäße Behandlung.
(Li Cuih Lai, Sung-Dynastie)

in einer anderen Übersetzung:
Drei Dinge sind es, die mich besonders traurig stimmen:
Das Verderben schoener Jugend durch falsche Erziehung,
das Schaenden schoener Bilder durch gemeines Angaffen und
die Verschwendung guten Tees durch schlechte Behandlung.
(Li Cuih Lai, Sung-Dynastie)


Für Gastgeber und Gast ist es gut, wenn sie ihr Bestes geben und beide zufrieden sind. Es ist aber nicht gut, wenn sie ausschließlich die gemeinsame Zufriedenheit anstreben.
Sen Rikyu


Ein Blatt wie eine Seele, fällt im Herbstwind. Das Einzelne ist immer einsam. Die Einsamkeit ist Grundbefindlichkeit, in der die Seele das Absolute berührt. Im Zen übt man die absolute Einsamkeit der Leere und Stille. Man trägt die Stille in seiner Seele und lauscht bis auf den schweigenden Grund der Natur, wo alle Laute in der Stille versinken und diese nur abgründiger machen. Wir begegnen nun auf der Wanderung einer vollkommenen Naturstille, die Stimme des Kosmos wispert, und der Mond leuchtet in der Seele.
(Toshimitsu Hasumi, Zen in der Kunst des Dichtens, S.123)


"Tee ist Ruhe
und nicht Eile."
altes tibetanisches Sprichwort


Die erste Tasse netzt mir die Lippen.
Die zweite verscheucht meine Einsamkeit.
Die dritte durchdringt mein unfruchtbares Inneres,
um darin nichts als einige fünftausend Bände wunderlicher Ideogramme zu finden.
Die vierte erregt einen leichten Schweiß;
alles Schlechte des Lebens scheidet durch meine Poren dahin.
Bei der fünften bin ich geläutert.
Die sechste ruft mich ins Reiche des Unvergänglichen.
Die siebente - Oh, ich kann nicht weitertrinken,
ich fühle nur den kalten Windhauch, der sich in meinen Ärmeln fängt.
Laßt mich in diesem lieblichen Windhauch segeln und mitschweben.
Lo Tung (chinesischer Dichter in der Tang Dynastie)

in einer anderen Übersetzung:
Die erste Tasse netzt Lippen und Kehle.
Die zweite stärkt das dürre gewordene Fleisch.
Die dritte verscheucht die traurige Einsamkeit.
Die vierte Tasse durchdringt Dein ganzes Innere.
Bei der fünften bist Du geläutert.
Die sechste ruft Dich in die Regionen der Unsterblichkeit.
Die siebente Tasse, so Du zum Munde führst,
läßt frische Lüfte Dein Haupt umsäuseln
und Deinen Geist zum kühnen Fluge sich erheben.
Lo Tung (chinesischer Dichter in der Tang Dynastie)

in einer anderen Übersetzung:
Die erste Schale befeuchtet mir Lippen und Gaumen,
die zweite erloest mich aus meiner Einsamkeit und von meinen Buerden,
die dritte kontrolliert mein ausgedoerrtes Inneres und findet dabei nur fuenftausend Buecher im hohlen Bauch,
die vierte Schale treibt kalten Schweiss und alles Unbehagen meines Lebens aus den Poren,
die fuenfte reinigt Muskeln und Knochen,
bei der sechsten fuehle ich mich wie ein Gott,
die siebente sollte man nicht trinken,
denn sie blaest klaren Wind aus den Achselhoehlen und lehrt fliegen.
Lo Tung (chinesischer Dichter in der Tang Dynastie)


Tee hat nicht die Arroganz des Weines -
nicht das Selbstbewußtsein des Kaffees -
nicht die kindliche Unschuld von Kakao.
Im Geschmack des Tees liegt ein zarter Charme,
der ihn unwiderstehlich macht
und dazu verführt ihn zu idealisieren.
Laotse (chin. Philosoph)


Hoffnung ist wie der Zucker im Tee: Auch wenn sie klein ist, versüßt sie alles.
Chinesische Weisheit



Ein Bad erfrischt den Körper, eine Tasse Tee den Geist.
Japanische Weisheit



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